Andalusien

Die südlichste und zugleich bevölkerungsreichste von Spaniens 17 autonomen Gemeinschaften auf der Iberischen Halbinsel grenzt im Norden an die Extremadura und Kastillien-La Mancha, im Osten an Murcia, im Süden an das Mittelmeer, das britische Überseegebiet Gibraltar sowie den Atlantischen Ozean und im Westen an das Nachbarland Portugal.
Andalusien selbst ist wiederum in acht Provinzen unterteilt:  Huelva, Sevilla, Cádiz, Córdoba, Málaga, Jaén, Granada und Almería. Andalusiens Hauptstadt ist Sevilla. Tarifa ist Andalusiens und gleichzeitig auch Europas südlichste gelegene Stadt und getrennt durch die Straße von Gibraltar nur 14 Kilometer von Afrika entfernt.
Dadurch, daß Andalusien in der Vergangenheit oft und verbittert umkämpft war, sind heute noch die vielen kulturellen Einflüsse insbesondere der Römer und Araber überall im Land, vor allem in der Architektur zu entdecken. Besonders bekannt ist Andalusien für seine Musik und den Flamenco.

Hauptstadt: Sevilla

Hymne: Seit 1981 ist die Himno de Andalucía die offizielle Hymne Andalusiens. Die Melodie wurde von José del Castillo Días zum Text von Blas Infanze Pérez de Vargas komponiert.

Fläche: 87.268 km²

Einwohner:  8.414.240 (Stand: 01. Januar 2019)

Sprachen:  In dieser Region wird der spanische Dialekt „Andalusisch“ gesprochen, der selbst für Spanier aus anderen Regionen oft nur schwer zu verstehen ist. 

Angrenzende Autonome Gemeinschaften, Länder und Gebiete: Im Norden grenzt Andalusien an Kastilien-La Mancha und an die Extremadura, im Osten an Murcia, im Süden an das Mittelmeer, das britische Überseegebiet Gibraltar und den Atlantischen Ozean und im Westen an Portugal.

Klima: Mit seinen 320 Sonnentagen im Jahr und einer Durschnittstemperatur von gut 20 °C zählt Andalusien zu den wärmsten Regionen Europas.

Provinzen: Andalusien setzt sich aus acht Provinzen zusammen, die alle den Namen ihrer jeweiligen Hauptstadt tragen:

Die Provinz Sevilla trägt denselben Namen, wie ihre am Fluß Guadalquivir gelegene Hauptstadt, die auch die Hauptstadt von ganz Andalusien ist. Sie ist die viertgrößte Stadt Spaniens und wurde laut einer Legende von dem griechischen, antiken Helden Herakles gegründet.

In der Provinz Granada liegt ca. 50 km östlich der gleichnamigen Hauptstadt der Ort Guadix, der für seine Höhlenwohnungen bekannt ist, die in das weiche Kalktuffgestein gegraben wurden.

Die Provinz Jaén lockt den Reisenden mit vielen schönen Naturparks und gut erhaltener mittelalterlicher Burgen.

Huelva ist die westlichste Provinz Andalusiens. Die Gegend rund um den Ort Lepe unweit der Atlantikküste ist das Zentrum des europäischen Erdbeeranbaus.

In der Provinz Cádiz, auf dem Gemeindegebiet der Stadt Tarifa, lohnt sich ein Besuch des Ortes Baelo Claudia, eine gut erhaltene römische Stadt mit antiker Fischsoßenfabrik, dem Ketschup der Antike.

Die große Hauptattraktion der Region Córdoba ist die gleichnamige Hauptstadt selbst mit der Mezquita und dem angrenzenden maurisch-jüdischen Viertel „Judería“. Aber auch die umliegenden Ortschaften locken den Reisenden mit entweder barockem oder maurischem Charme.

In der Provinz Almería thront auf einem Hügel über der Hauptstadt die maurische Festung Alcazaba. Sehenswert ist auch die Sierra Nevada, das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel. In ihrem Nationalpark tummeln sich Steinböcke und Wildschweine.

In der Provinz Málaga lässt sich viel entdecken. In vielen ihrer Städte haben die Römer, Westgoten und Mauren vor Jahrtausenden ihre Spuren hinterlassen. Auch die Natur ist sehenswert und lockt mit Naturparks und Gebirgen zum Wandern.

Großstädte: Die größten Städte sind die Hauptsstädte der jeweiligen gleichnamigen Provinzen:

Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens hat eine bewegte Geschichte. Römer und Phönizier siedelten hier bereits bevor die am großen Fluß Guadalquivir gelegende Stadt später maurisch wurde.

Granada, die letzte Hauptstadt der Mauren bis 1492 ist der Sitz der berühmten Alhambra, dem maurischen Herrscherpalast, der zum weltkulturetrbe ernannt wurde.

Auch Málaga hat einen maurischen Herrscherpalast, die Alcazaba, eine schöne Altstadt und eine große Kathedrale zu bieten. Der berühmteste Sohn der Stadt war Pablo Picasso.

Córdoba wurde einst von den Iberern gegründet, von den Römern besetzt und von Westgoten und Byzantinern erobert. Sehenswert ist die große Moschee-Kathedrale „Mezquita“ sowie das umliegende Altstadtviertel.

Jaén ist auch bekannt als „Welthauptstadt des Olivenöls“, die jährlich 200.000 Tonnen Olivenöl produziert.

Cádiz gilt als eine der ältesten Städte Westeuropas, die wahrscheinlich von phönizischen Händlern als Warenumschlagplatz und Militärposten gegründet wurde.

In Almería gibt es die maurische Festung „Alcazaba“, die festungsartig gebaute Kathedrale „Iglesia Catedral de Nuestra Señora de la Encarnación“, die Iglesia de Santiago, eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert, die Stierkampfarena und den alten Bahnhof zu bestaunen.

Die Hafenstadt Huelva war schon vor 3000 Jahren ein bedeutendes Handelszentrum und unterhielt intensieve Geschäftsbeziehungen mit anderen Häfen des westlichen Mittelmeeres.

Sicherheit: Man kann sich in Andalusien genau so sicher fühlen wie in deutschen Städten.

Respekt:

Sitten und Gebräuche:

Kulinarisches: Einige Spezialitäten aus Andalusien sind Gazpacho und Tapas mit Zutaten aus der Region.

Karten:

Buchtips:

 

Flagge: Miguillen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wappen: Miguillen, Public domain, via Wikimedia Commons

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.