Wandern auf Mallorca

Die Insel Mallorca bietet eine Vielzahl an ausgewiesenen und markierten Wanderwegen durch die abwechslungsreiche und zum Teil ziemlich hügelige und bergige Landschaft. Von leicht bis anspruchsvoll und manchmal sogar ziemlich schwierig ist für Natur- und Wanderfreunde alles dabei.
Man sollte allerdings beachten, immer genügend Wasser, ein bißchen Proviant und ein Handy dabei zu haben, für den Fall, daß man vom ausgewiesenen Weg abgekommen und versehentlich einem Ziegenpfad mitten ins Gestrüpp gefolgt ist. Die meisten Wege sind mit bunten Farbpunkten markiert, die man alle paar Meter auf den am Wegesrand liegenden Steinen und kleinen Felsen findet. Hat man sich für eine Route entschieden, folgt man entweder den blauen, gelben oder roten Punkten, fast wie bei einer Schnitzeljagd durch die Wälder, Berge und Täler. Bei besonders schwierigen Abschnitten muss man es schon mal den Ziegen gleich tun und unter Zuhilfenahme sämtlicher Extremitäten etwas klettern. Dafür wird man meist mit einer spektakulären Aussicht belohnt, sollte ein besonderer Gipfel das Ziel gewesen sein. Der Großteil der Wege sind allerdings recht angenehm  und leicht zu bewältigen und besonders bei älteren Wanderfreunden und Nordic-Walkern sehr beliebt.

Wandergebiete

Wanderwege

Radsport auf Mallorca

Den Startschuß für die Radsaison auf Mallorca geben die Mandelbäume. Sobald sich die knorrigen Äste mit weißen und zart rosafarbenen Blüten schmücken, ist die kalte Jahreszeit so gut wie vorbei, es wird wärmer und die Radverleiher öffnen noch vor den meisten Hotels ihre Pforten.
Die abwechslungsreiche Landschaft bietet dem ambitionierten Cyclisten eine Vielfalt an Schwierigkeitsgraden und grandiosen Aussichten. Sollte man sich auf eine der steilen und kurvigen Bergstrecken wagen, die sich durch die Serra de Tramuntana schlängeln oder sich doch lieber für eine Tour durch die hügelige Serra de Llevant oder die flacheren Regionen in der Inselmitte entscheiden, kann man bei einem der vielen Radverleiher das passende Rad ausleihen. Vom Rennrad bis zum Mountainbike ist fast jedes Modell zu haben. Bevor es losgeht, empfiehlt es sich, sich mit genügend Kartenmaterial auszustatten, um nicht doch, trotz der recht gut ausgewiesenen Radwege, die Orientierung zu verlieren. Eine Alternative dazu wäre, sich einer geführten Radtour anzuschließen, denn die Tourguides kennen die schönsten Aussichtspunkte und lotsen einen auch mal an weniger bekannte Orte.

Reiten auf Mallorca

Auf Mallorca gibt es über die ganze Insel verteilt eine Vielzahl an größeren und auch kleineren Reitställen, in denen man sich für ein bis zwei Stunden zu einem Ausritt durch Mallorcas malerische Natur anmelden kann. Egal ob guter Reiter oder auch Nicht-Reiter, die Pferde tragen auch ungeübte Pferdefreunde über die manchmal recht anspruchsvollen Pfade.
Manche Ställe bieten auch Tagesausritte, Mondscheinritte oder „Paella-Ritte“ an. Nach dem Reitausflug sitzt man dann noch gemütlich bei einer selbstgemachten Paella zusammen und erzählt von seinen Reiterfahrungen.
Die Reitpferde sind meist eine bunte Mischung aus Trabern, Spanischen Pferden, Quarter Horses, Arabern und Appaloosern. Das ein oder andere Pferd ist sogar von allem ein bißchen…
Je nachdem wo sich der Stall befindet, so unterschiedlich sind auch die Reitwege. Manche führen über felsige Pfade direkt an der Küste entlang, andere schlängeln sich durch schattige Pinienwälder in denen man wilde Ziegen aufscheucht, dem Vogelgezwitscher lauschen kann und schon mal die ein oder andere Landschildkröte aufstöbert. Die Strände sind in den Sommermonaten leider meist tabu, bis auf die Ställe, die praktischerweise selbst ein Stück Land am Strand besitzen, über den man dann natürlich jederzeit reiten kann. Doch egal wo es lang geht, ob ein oder zwei Stunden oder den ganzen Tag, die Zeit mit den Pferden geht immer viel zu schnell vorbei. Am Ende des Urlaubs gehört der Ausritt zu den schönsten Erinnerungen, die man sobald wie möglich nochmal erleben will.

Hier eine kleine Liste:

Finca caballo blanco – Porreres
Rancho Mallorca – Colonia Sant Jordi
Finca Libertad Mallorca – Campos
Finca Hipica Formentor – La Puebla
Rancho Bonanza – Cala Ratjada
Eddies Reitstall – Cala Ratjada
Son Menut Club d’Equitació – Felanitx
El Hogar del Caballo S.L. – Llucmajor
Rancho Veracruz Lucky Horse Farm – Llucmajor
Sant Jordi Club Hipico Ca’n Conet – Palma
Finca Son Sureda – Manacor

Golfen auf Mallorca

Auf Mallorca hat der Golfliebhaber die Wahl zwischen über zwanzig paradiesischen Golfplätzen. Für jeden Golf-Geschmack, egal ob Anfänger, Fortgeschritten oder Profi ist auf der Insel der passende Platz zu finden. Das gepflegte Grün ist eingebettet in atemberaubender und ursprünglicher Natur. Man flaniert je nach Platz an Olivenbäumen, Johannesbrotbäumen, Pinien und Zypressen vorbei und auch der älteste Olivenbaum Mallorcas steht auf einem Golfplatz. Bei trickreichen und spannenden Spielen wird man vom Gesang der Vögel begleitet. Raffiniert angelegte Anlagen mit Bunkern und Wasserhindernissen sorgen für ein spektakuläres Spiel. Selbst der spanische König nebst Gefolge sowie der ein oder andere „Inselpromi“ genießt auf einem der Plätze gerne das Golferlebnis zwischen Natur und Spiel. So wie die Ansprüche an das Grün variieren auch die Schwierigkeitsgrade und die Preise. Aber eines haben alle Golfplätze gemeinsam: nach einem ereignisreichen Spiel kann man sich im dazugehörigen stilvollen Clubhaus bei angenehmen Ambiente und ausgesuchten spanischen Speisen entspannen und den Tag Revue passieren lassen.

Süd-Osten:

Umgebung Palma:

Süd Westen:

Norden:

Nord Osten:

Bootsverleih auf Mallorca

Auf der Insel findet man nahezu in jedem Hafen Bootsverleiher, die vom kleinen Motorboot, daß man auch ohne Bootsführerschein oder Kapitänspatent steuern darf, bis zur hochseetauglichen Luxus -Yacht inklusive Skipper, die verschiedensten Modelle zur Auswahl haben.
Man kann sich ein Boot für ein paar Stunden oder den ganzen Tag mieten, auf einem der größeren Glasboden-Boote eine Tour buchen, um Delfine zu beobachten, wenn man Glück hat oder den Tag bei lauter Musik mit Badepause, Getränken und Buffet auf einem der Partyboote verbringen. Am besten erkundigt man sich direkt am nächstgelegenen Hafen, was die Verleiher so im Angebot haben.

Wassersport auf Mallorca

Für Wassersportler und alle anderen Arten von begeisterten Wasserratten gibt es auf Mallorca ein breites Angebot an Aktivitäten, die auf oder im Wasser stattfinden:
Von Windsurfen, Kitesurfen, Segeln, Stand-up Paddeln, Tauchen oder Schnorcheln, über Boots- und Kajaktouren, bis zum Hochseeangeln oder der beliebten Delfinsafari ist für jeden Geschmack etwas dabei und für besonders sportliche Naturfreunde mit etwas ausgeprägterem Bewegungsdrang finden sogar Canyoning-Touren statt.
Die meisten Kitesurfer findet man in den Buchten von Pollença und Alcúdia, da die Windverhältnisse an der Nordküste der Insel ziemlich konstant sind, während Windsurfer auch an mehreren anderen Küstenabschnitten vertreten sind, wie beispielsweise an den Stränden von Palma und Es Trenc.
Für Taucher und Schnorchler, die sich lieber die Welt unter der glitzernden Wasseroberfläche anschauen möchten, hält die mallorquinische Unterwasserwelt eine Vielzahl an Farben, Korallen und ganzen Schwärmen von Fischen aller Art bereit. Es werden Tauchkurse für Anfänger und Tauchsafaris für Fortgeschrittene und Profis angeboten.
Auch sehr beliebt bei Sportbegeisterten Outdoor-Freunden ist das „Canyoning“, eine Kombination aus Wasserspaß und Kletterabenteuer. Hier folgt man den Wasserläufen im Tramuntana-Gebirge durch tiefe Schluchten, hüfttiefe Wasserbecken, erklettert riesige Felsbrocken und Steilwände, die einem den Weg versperren und seilt sich oben angekommen wieder ab. Natürlich werden die Touren von ortskundigen Guides angeführt.
Wer es lieber ruhiger mag, kann sich auch für eine Hochseeangeltour anmelden. Wer gerne im oder am Wasser aktiv ist, für den bleibt auf einer Insel wie Mallorca kaum ein Wunsch unerfüllt.

Tennis auf Mallorca

Der Tennissport hat auf Mallorca eine lange Tradition. Neben vielen Hotels, die über eine eigene Tennisanlage verfügen gibt es noch zahlreiche Clubs und Vereine, in denen man den Sport ausüben und trainieren kann und das, wegen der milden Temperaturen auf der Insel, sogar das ganze Jahr.
In Spanien wird die Insel Mallorca sogar als Hochburg des Tennissports gehandelt, hat sie doch schon Weltklassespieler wie Carlos Moya und Rafael Nadal hervorgebracht. Letzterer hat sogar bei Manacor ein eigenes nach ihm benanntes Sportzentrum errichtet mit Übernachtungsmöglichkeiten und natürlich jeder Menge unterschiedlicher Tennisplätze. Aber auch andere Clubs in nahezu jeder größeren Ortschaft, inklusive Touristenzentren bieten Kurse, und Trainerstunden für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Rancho Bonanza Cala Ratjada

Wer den Osten der Insel besucht und sich in der Nähe von Cala Ratjada aufhält, ist herzlich eingeladen, mal im Rancho Bonanza vorbei zu schauen. Dort warten ca. vierzig Pferde darauf, von naturbegeisterten Reitsportfans ausgeliehen und geritten zu werden. Hier findet jeder Reiter ein passendes Pferd. Der gutmütige Leo, seines Zeichens dienstältestes Reitpferd im Stall nimmt sich gerne der Anfänger an

und trägt auch ungeübte Reiter sicher bis zur Cala Mesquida und zurück. Aber auch Fortgeschrittene, Wald- und Wiesenreiter sowie andere Könner finden in der bunten Herde gemischtrassiger Reitpferde den passenden Untersatz.
Je nach Können erkundet man im Schritt, Trab oder Galopp die nähere Umgebung zwischen der Cala Agulla und Cala Mesquida. In kleinen Gruppen bis zu sechs Reitern geht es im Gänsemarsch der routinierten Reitbegleitung hinterher. Es gibt ein- und zweistündige Ausritte aber auch ganze Tagesausritte bis zur Cala Torta werden angeboten.
Auf ganz kleine Pferdefreunde warten süße Ponys, die von Mama oder Papa bis zu einer Stunde lang durch das angrenzende Wäldchen geführt werden dürfen.
Der Stall hat das ganze Jahr über geöffnet. Eingeweihte besuchen das Rancho Bonanza gerne im Winter, denn dann sind alle Liegen und Sonnenschirme abgebaut und der Strand ist fast menschenleer, so daß man endlich die Gelegenheit hat, über den Strand zu reiten, dem man während der Saison sonst nur vom nahen Pinienwald aus zuwinken darf, wenn man auf einem Pferd sitzt.
Aber auch abseits der Strände hat die Natur einiges zu bieten: es geht durch schattige Pinienwälder, an Schafweiden vorbei, über steile Hügel bis zu den sandigen Dünen der Cala Mesquida. Mit ein wenig Glück entdeckt man abseits der Wege kleine Schildkröten, viele Vögel und die ein oder andere Ziege. Von den obersten Klippen der Steilküste hat man einen atemberaubenden Blick auf den weißen Strand der Cala Mesquida und das weite, blaue Meer an dessen Horizont mal mehr, mal weniger deutlich Mallorcas Nachbarinsel Menorca zu erkennen ist.
Zurück im Stall darf man sein Pferd, wenn es denn schon Feierabend hat zurück auf die Koppel bringen und sich dort mit einem Leckerchen verabschieden. Zusammen mit den anderen Reitern und Betreuern darf man gerne noch am großen Tisch zusammen sitzen und den Tag Revue passieren lassen und nicht wenige lassen sich schon mal für den nächsten Ausritt eintragen und reservieren bei dieser Gelegenheit ihr Lieblingspferd gleich mit.

Text: Nadja von der Hocht

Foto: Wolfgang von der Hocht

Wandern bei Cala Agulla

In dem hügeligen Waldstück zwischen der Cala Agulla und der Cala Mesquida kann man wunderbar wandern. Vor der Cala Agulla gibt es einen großen Parkplatz, der außerhalb der Saison sogar kostenfrei ist. Von da aus kann man mit der Erkundung der Gegend beginnen.
Von den Pinien rings umher singen die Vögel ihre Lieder, man hört Glöckchengebimmel von der nahen Schafweide und ab und zu kreuzen wilde Ziegen den Weg.
Die Wege werden nicht nur von Wanderern, sondern auch von Reitern, Radfahrern, Nordicwalkern und im Herbst von Pilzesammlern benutzt. Die Wege sind mit farbigen Punkten markiert. Wir sind zur Abwechslung mal rechts abgebogen und einigen leuchtend roten Punkten hinterher geklettert. Der Weg ist ziemlich steil und hat es in sich. Er führt über einen bewaldeten Hügel und während der schweißtreibenden Kletterpartie gibt es nur wenige Punkte von denen man zwischen den Bäumen mal aufs Meer oder ins Inland spähen könnte. Aber nur nicht aufgeben. Irgendwann hat man den Berg bezwungen und dann wird man für die sportliche Betätigung doppelt und dreifach belohnt. Folgt man der roten Markierung bis zum Ende gelangt man über einen Hügelkamm bis zu einem alten Feuerturm, von dem leider nur noch die Hälfte steht. Von da aus hat man einen grandiosen Blick auf die Cala Agulla und entdeckt auch gleich, warum Cala Ratjada nach einem Krokodil benannt ist. An dieser Stelle kann man die Echse mit ein bisschen Phantasie gut erkennen, wie sie versucht ins Meer zu krabbeln. Und damit nicht genug: Man hat einen wunderbar weiten Blick ins Tal und weiter auf die Cala Mesquida, zu der man von da oben hinunterklettern kann, wenn man sich traut.

Der Blick von dieser Stelle aus ist unbeschreiblich. Die Farben von Meer und Himmel ändern sich minütlich und keine Kamera kann auch nur annähernd wiedergeben, was einem die Natur da bietet. Es wird einem die komplette Palette von blau über lila bis hin zu rosa gefärbtem Himmel und märchenhaft schimmerndem, silbrig glänzendem Meer geboten. Wenn da oben nicht so streng der Wind pfeifen würde, könnte man sich stundenlang nicht von diesem Ausblick losreißen. Ich kann allen Naturfreunden die steile Kletterpartie nur wärmstens ans Herz legen. Auch gerne mehrmals. Denn zu jeder Jahreszeit wird einem Licht- und Farbentechnisch wieder etwas anderes geboten. Mutter Natur ist eine großartige Künstlerin und wenn man ihre Werke in Bildern festhalten will, muß man sich ranhalten. Denn ihre Kunst ist vergänglich.

Text: Nadja von der Hocht