Die bis jetzt grandioseste Aussicht, die ich auf Mallorca genießen durfte, habe ich auf dem ca. 510 Meter hohen Berg „Puig de Sant Salvador“ entdeckt. Auf dem Berg in der Nähe der Stadt Felanitx thront die gleichnamige Klosteranlage „Santuari de Sant Salvador“, erbaut im Jahre 1342 von König Pere IV. von Aragón.
Auf die Bergspitze führt eine manchmal recht schmale Serpentinenstraße, die man mit dem Auto, dem Fahrrad oder auch zu Fuß erklimmen kann.

Auf dem Weg nach oben lichtet sich ab und zu das Blattwerk der dicht stehenden Bäume und gibt einen atemberaubenden Blick auf das Umland nach dem anderen frei. Doch das ist noch lange nichts zu der überwältigenden Panorama-Aussicht, die einen auf dem Gipfel erwartet.
Kurz vor der Klosteranlage gibt es einen kleinen Weg zu einem großen Steinkreuz aus dem Jahre 1957. Von dort aus liegt einem bereits halb Mallorca zu Füßen.
Klettert man noch höher bis zum Gipfel, findet man dort oben einen 37 Meter hohen Turm, auf dem eine sieben Meter hohe Christusstatue steht und natürlich das alte Kloster.
Von dort aus kann man noch weiter sehen: im Nordwesten erkennt man die Serra de Tramuntana, im Südosten glänzt das Mittelmeer mit der Insel Cabrera am Horizont und Richtung Norden erspäht man sogar Pollenca und Alcúdia! Ganz zu schweigen von den Ortschaften, Wäldern, Feldern Straßen und Wiesen, die sich vom Fuß des Berges bis zur gar nicht soo nahen Küste und zum Horizont erstrecken.

Man kann stundenlang an ein und derselben Stelle verharren und einfach nur schauen. Selten hat man die Gelegenheit seinem Auge einen so weiten Blick in die Ferne zu gönnen, wie hier.
Im Kloster selbst gibt es ein Restaurant und man kann sich sogar ein Zimmer mieten, wenn man die schöne Aussicht in Ruhe noch ein paar Tage länger genießen möchte. Der Sonnenaufgang ist von diesem Aussichtspunkt aus sicher ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: Nadja von der Hocht

Fotos: Wolfgang von der Hocht