der EiffelturmBesucht man Frankreich, darf man Paris nicht auslassen und ist man einmal dort, ist er kaum zu übersehen: der Eiffelturm.

Er ist DAS Wahrzeichen der Stadt Paris und gilt sogar als Symbol für ganz Frankreich. Der Bau des 324 Meter hohen Eisenfachwerkturms nahe des Ufers der Seine hat zwei Jahre gedauert. Ursprünglich sollte er als monumentales Eingangsportal und Aussichtsturm für die Weltausstellung 1889 zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution dienen.
Intellektuelle und Künstler dieser Zeit waren zunächst gar nicht begeistert, daß bald ein monströser „Turm zu Babel“ aus Metall das geliebte Stadtbild von Paris beherrschen sollte, weshalb sein Erbauer Gustave Eiffel auch nach der Weltausstellung alles dafür tat, um dem Turm irgendeinen Nutzen zu geben, außer als Beweis, was alles bautechnisch möglich war. Für die nächsten 40 Jahre, bis zur Einweihung des Chrysler Buildings in New York im Jahr 1930 war der Eiffelturm das höchste Gebäude der Welt und diente unter anderen als Zeitzeichensender und als Telekommunikationszentrum für das Militär im Ersten Weltkrieg. Dies wurde sogar der Tänzerin und Spionin Mata Hari zum Verhängnis, denn mit dem Eiffelturm war es möglich, feindliche Funksprüche abzufangen. Das Gebäude trug als Sendeturm entscheidend zur Geschichte des Hörfunks und auch des Fernsehens bei, denn 1921 wurde das erste öffentliche Radioprogramm Europas und 1935 das erste französische Fernsehprogramm mit seiner Hilfe ausgestrahlt.
Heute ist der Turm einer der größten Touristenattraktionen überhaupt, mit über 6 Millionen Besuchern jedes Jahr. Für Gäste und Besucher, die nicht nur die schöne Aussicht über Paris genießen möchten, beherbergt der Turm sogar das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant „Le Jules Verne“.
Ein Besucht lohnt sich bei Tag, sowie bei Nacht, denn sobald es dunkel wird, ist der Turm wunderschön beleuchtet.

 

Text: Nadja von der Hocht

Foto:  Benh LIEU SONG, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons