Palma

Im Westen der Baleareninsel Mallorca erstreckt sich entlang der Bucht von Palma an der Küste des Mittelmeeres die im Jahre 123 v. Chr. von dem Römischen Konsul Quintus Caecilius Metellus gegründete Hafenstadt Palma. Damals hieß sie noch „Palmaria Palmensis“. Nachdem im 4. Jahrhundert n. Chr. das Römische Reich untergegangen war, setzte auch in Palma der Niedergang ein, der erst fünfhundert Jahre später von den Arabern aufgehalten wurde. Gegen 903 entdeckte sie die Insel für sich und bauten in Palma eine arabisch-islamische Kultur auf. 1229 wurde sie allerdings wieder durch die Aragonier vertrieben. Sie bauten die Stadt nun in ihrem Sinne weiter aus und errichteten unter anderem die Kathedrale „La Seu“, die den Besucher heute noch schon von weitem ins Auge fällt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte erneut ein Aufschwung ein, als Europas überarbeitete Bevölkerung ganz allmählich die Insel als Urlaubsziel für sich entdeckte. Der Massentourismus begann bereits in der Nachkriegszeit, der der Stadt und der übrigen Insel bis heute eine gute und bisweilen sogar die einzige Wirtschaftsgrundlage bietet.
Palma ist heute der Regierungs- und Bischofssitz der Autonomen Gemeinschaft der Balearen. Vor nicht allzu langer Zeit trug die Stadt noch den Namen „Palma de Mallorca“ um Verwechslungen mit anderen Städten dieses Namens auszuschließen. Im Jahre 1998 wurde mal ein Antrag eingereicht, um das „de Mallorca“ aus dem Namen der Stadt zu streichen (warum auch immer), der 2008 erstmals umgesetzt wurde. 2011 wurde dies zunächst wieder rückgängig gemacht, um es 2016 erneut umzusetzen. Seitdem heißt Palmas Hauptstadt offiziell nur noch „Palma“.
Palmas Altstadt hält für den Besucher eine kulturelle und stilistische Mischung aus spanischen, katalanischen und arabischen Einflüssen bereit. Die größtenteils autofreie Altstadt ist bekannt für ihre engen Gässchen, die zum Teil nur über Treppen miteinander verbunden sind. Der mehrere Hundert Jahre alte Olivenbaum, der auf der Plaça de Cort in der Nähe des Rathauses dem erschöpften Touristen Schatten spendet, ist mit seiner knorrigen, dicken Rinde ein beliebtes Fotomotiv.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die mittelalterliche Burganlage Castell de Bellver, das historische Gebäude und ein Meisterwerk bürgerlicher gotischer Architektur „Llotja de Palma“ und natürlich die mehr als 15 überwachten Badestrände östlich des Stadtkerns gelegen, von denen der Balneario No 6 bei deutschen Urlaubern eher als „Ballermann 6“ bekannt ist.

Wappen der Stadt PalmaAutonome Gemeinschaft:  Balearen

Fläche: 208,7 km²

Einwohner: 416.065 (Stand: 01. Jan. 2019)

Amtssprache: Katalanisch und Spanisch

Nationalitäten:
Der Ausländeranteil lag im Jahr 2008 bei 19,5% und ist immer noch stark steigend. Neben Deutschen, Briten und Bulgaren sind es vor allem Festlandspanier und Südamerikaner, die sich in der Stadt niedergelassen haben.

Telefonvorwahl: 971

Postleitzahl: 07000 – 07099

Sicherheit:
Palma gilt gemeinhin als eine sichere Stadt. Die Polizei zeigt mehr Präsens als in Deutschen Städten, trotzdem sollte man seine Wertsachen nie unbeaufsichtigt irgendwo liegen lassen.

Anreise:
mit dem Flugzeug:
Der Flughafen von Palma wird von mehreren Fluggesellschaften ab Deutschland direkt angeflogen. Die Flugzeit beträgt etwa 2 Stunden.

mit dem Schiff: In den Hafen von Palma gelangt man entweder mit der eigenen Yacht, einem Kreuzfahrtschiff oder mit der Fähre. Wer auf Mallorca gerne mit dem eigenen Auto unterwegs ist, fährt in Barcelona auf die Fähre, die einen in ca. 7 Stunden auf die Insel bringt.

Mobilität:
Da Palma eine moderne Großstadt ist, in der auch Menschen leben und arbeiten, die nichts mit dem Tourismus zu tun haben, verfügt die Stadt natürlich über jede Menge öffentliche Verkehrsmittel wie Taxen und Busse. Die Busse sind für den normalen Berufsverkehr ausgelegt. Dazu gibt es zwei Eisenbahnverbindungen. Der normale Arbeitsverkehr geht von Palma aus nach Inca, die andere Strecke führt nach Sóller und wird nur von der Museumseisenbahn befahren, die man sich als Urlauber nicht entgehen lassen sollte, wenn man genug Zeit für eine Tagestour hat.
Natürlich ist es auch möglich sich für ein Maximum an selbständiger Mobilität einen Mietwagen zu nehmen.

Sehenswürdigkeiten:
Castell de Bellver, Llotja de Palma, Kathedrale „La Seu“ , Basilika Sant Francesc

Reiseberichte:  Ein Bummel durch Palmas Altstadt

Aktivitäten:  Strand

Kulinarisches:
In Palmas Straßen findet man hauptsächlich Bars, Cafes und Tapasbars. Dafür weniger Restaurants als man vermutet hätte.
Typisch für Palma ist das „Llonguet“, ein längliches Brötchen mit einer Rille in der Mitte, klassisch mit Butifarra (katalanische Wurstspezialität), Serrano-Schinken, Käse, Sardellen oder Sobrassada (Paprika-Wurst) belegt.
Was jeder Festlandspanier als Souvenir bei seiner Abreise im Gepäck hat, ist die für Mallorca typische „Ensaïmada“, einem Gebäck aus Weizenmehl, Wasser, oder Milch, Zucker Eiern und – ganz wichtig – Schweineschmalz. Es gibt sie gefüllt oder ungefüllt.

Nachtleben:
Seit 2014 wird versucht, gegen das schlechte Benehmen einiger Feierwütigen vorzugehen, indem man das „Eimersaufen“ am Strand untersagt hat und auch Nachts gelten Ausschankbeschränkungen. Auf der Straße darf nicht getrunken werden und Touristen dürfen von den Barbetreibern nicht mehr zum Trinken animiert werden.

Karten:

Buchtips:

 

Text: Nadja von der Hocht
Foto Beitragsbild: Wolfgang von der Hocht
Bild Wappen:    Miguillen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Creu d’Es Picot

Besucht man den Südosten der Mittelmeerinsel Mallorca, empfiehlt sich ein Besuch des „Puig des Sant Salvador“. Das ist ein 510 Meter hoher Berg nahe der Stadt Felanitx, auf dem es außer der spektakulären Aussicht noch mehrere geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen gibt. Eines davon ist das „Creu d’Es Picot“. Zu ihm gelangt man über die ca. 5,5 km lange Serpentinenstraße, die sich in engen Kurven den Berg hinauf schlängelt. Man kann sich natürlich auch Zeit nehmen und mehr oder weniger gemütlich den alten Pilgerweg hinauf wandern, der an mehreren Stellen die Straße kreuzt. Etwa 250 Meter vor dem Gipfelplateau, auf dem „Puig des Milá“, erhebt sich in 478 Meter Höhe das 14 Meter hohe Steinkreuz. Auf ihm ist eine Inschrift in Catalan zu lesen: „Cermans aouests bracós sempre oberts per a tothom“, was soviel bedeutet wie: „Den Brüdern die Arme öffnen für jeden“.
Es ist bereits das Dritte Kreuz, das an dieser Stelle errichtet wurde. Dieses steht seit 1957. Das erste Kreuz war noch aus Holz und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Das Zweite fertigte man aus Metall, hatte eine Höhe von 11 Metern und stand von 1927 bis 1951 an dieser Stelle. Beide Kreuze wurde Opfer der Witterung und wurden irgendwann von Stürmen schwer beschädigt oder hinweg gefegt. Das heutige Steinkreuz erweist sich als wesentlich beständiger als seine Vorgänger und wird wohl noch länger über das Tal wachen. Von der Plattform aus, zu Füßen des Creu d´Es Picot hat man bereits einen wunderbaren Panoramablick über die weite Ebene bis zum Meer. Das Fernrohr, das an dieser Stelle mal stand, mit dessen Hilfe man die Gegend noch etwas genauer betrachten konnte, wurde in der Corona-Zeit leider deinstalliert.

Obwohl man von diesem Aussichtspunkt noch nicht ganz auf dem Gipfel des Puig des Sant Salvador angekommen ist, liegt einem bereits die halbe Insel zu Füßen:
Von Nordwesten bis Nordosten erhebt sich die Serra de Tramuntana, im Norden erspäht man die Städte Felanitx und Pollença und im Nordosten Alcúdia. Im Osten entdeckt man die Calas de Mallorca und im Süden liegen Portocolom und Cala d’Or. Im Südwesten reicht der Blick über das Mittelmeer sogar bis zur Insel Cabrera, die dem Betrachter am Horizont entgegen flimmert. Letztere erkennt man allerdings besser,steigt man ganz hinauf bis zum Gipfelplateau, auf dem einen die schon von weitem ersichtliche Christusstatue und das alte Kloster Santuari de Sant Salvador erwarten.

Text: Nadja von der Hocht
Fotos: Wolfgang von der Hocht

Kapelle Mare Déu del Bon Pastor

Im Südosten von Mallorca erhebt sich der „Puig des Sant Salvador“. Das ist ein 510 Meter hoher Berg, der sich aus der flachen Ebene erhebt, nahe der Stadt Felanitx, auf dem es außer der spektakulären Aussicht noch die ein oder andere geschichtsträchtige Sehenswürdigkeit zu entdecken gibt. Eine davon ist eine kleine Kapelle, die sich auf dem Weg zum Gipfelplateau in einer der engen Kurven der ca. 5,5 Km langen Serpentinenstraße schmiegt. Fährt man mit dem Wagen da hoch, gibt es kaum Möglichkeiten, ihn direkt bei der Kapelle auf dem schmalen Weg abzustellen. Daher empfiehlt es sich, aus dem Abstecher eine kleine Wanderung zu machen und den Berg auf dem alten Pilgerpfad zu erklimmen, der mehrmals die Asphaltstraße kreuzt. So hat man auch viel mehr Zeit und Muße, all die anderen Eindrücke in sich aufzunehmen und sich auf dem Weg nach oben an der immer spektakulärer werdenden Aussicht satt zu sehen.
Die kleine Kapelle „Mare Déu del Bon Pastor“ im neuromanischen Stil befindet sich etwa auf halber Höhe des Berges und wurde unter Monsignore Mosén Antoni Maria Alcover im Jahre 1910 errichtet. Mit „Bon Pastor“ im Namenszug ist jener Monsignore gemeint, der als eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Wiedererlangung der katalanischen Sprache im 20. Jahrhundert gilt.
Diese Kapelle ist der Ersatz für eine weitaus ältere Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, die reichlich mit „Azulejos“ ausgeschmückt gewesen sein soll. Unter Azulejos versteht man ein Bild aus bunt bemalten, meist quadratischen, glasierten, wetterfesten Keramikfliesen, mit denen in Spanien und Portugal gerne öffentliche Gebäude und Monumente künstlerisch herausgeputzt werden. Auf dem alten Kreuzweg, der gegenüber der Kapelle mit einer Stiege beginnt, sind noch 12 Stationen mit solchen Azulejo-Bildern aus dem 16. Jahrhundert zu finden.

Einer alten Legende nach soll einst ein Hirte im Gestrüpp genau an der Stelle, wo später die Kapelle errichtet wurde, ein glänzendes Bildnis der Mutter Gottes gefunden haben, wonach er sogleich von einem Engel dazu beauftragt wurde, selbiges auf den Gipfel des Berges zu tragen, wo heute das ehemalige Kloster Santuari de Sant Salvador steht. Das muss irgendwann im 15. Jahrhundert gewesen sein, denn die Verehrung der Mutter Gottes am Sant Salvador geht nachweislich bis in dieses Jahrhundert zurück. Heute beherbergt die kleine Kapelle, an der man mit dem Auto viel zu schnell vorbei fährt, die in Stein gehauene Szene, wie der Hirte zusammen mit seinem Hund die Statuette der Madonna entdeckt.

 

 

 


Text: Nadja von der Hocht
Fotos: Wolfgang von der Hocht

Wandern auf Mallorca

Die Insel Mallorca bietet eine Vielzahl an ausgewiesenen und markierten Wanderwegen durch die abwechslungsreiche und zum Teil ziemlich hügelige und bergige Landschaft. Von leicht bis anspruchsvoll und manchmal sogar ziemlich schwierig ist für Natur- und Wanderfreunde alles dabei.
Man sollte allerdings beachten, immer genügend Wasser, ein bißchen Proviant und ein Handy dabei zu haben, für den Fall, daß man vom ausgewiesenen Weg abgekommen und versehentlich einem Ziegenpfad mitten ins Gestrüpp gefolgt ist. Die meisten Wege sind mit bunten Farbpunkten markiert, die man alle paar Meter auf den am Wegesrand liegenden Steinen und kleinen Felsen findet. Hat man sich für eine Route entschieden, folgt man entweder den blauen, gelben oder roten Punkten, fast wie bei einer Schnitzeljagd durch die Wälder, Berge und Täler. Bei besonders schwierigen Abschnitten muss man es schon mal den Ziegen gleich tun und unter Zuhilfenahme sämtlicher Extremitäten etwas klettern. Dafür wird man meist mit einer spektakulären Aussicht belohnt, sollte ein besonderer Gipfel das Ziel gewesen sein. Der Großteil der Wege sind allerdings recht angenehm  und leicht zu bewältigen und besonders bei älteren Wanderfreunden und Nordic-Walkern sehr beliebt.

Wandergebiete

Wanderwege

Leuchtturm Capdepera

Wenn man nicht ständig Lust hat, in Cala Ratjada am Strand rum zu liegen, wäre ein Spaziergang zum nahegelegenen Leuchtturm eine gute Alternative. Der Weg dorthin ist ein bißchen steil, dafür aber leicht zu finden. Man folgt einfach der Hauptstraße aus dem Ort heraus immer gerade aus, den Hügel hinauf. Was mich dahin gelockt hat, war, dass ich aus Erzählungen wusste, dass es da viele Katzen geben soll. Um so größer war meine Enttäuschung, dass sich nicht ein Westentaschentiger hat sehen lassen.
Dafür wurde ich mit einer großartigen Aussicht belohnt.

Sogar ein schwacher Regenbogen zeichnete sich am Horizont ab. Wenn das Meer ruhig ist, glänzt es richtig und hat eine ganz tolle Farbe. Wenn es nicht zu diesig ist, kann man sogar bis nach Menorca rüber gucken. Den Leuchtturm selbst kann man leider nicht besichtigen. Aber dafür hat man vor der Mauer eine Tafel aufgestellt mit ein paar Informationen zu Inbetriebnahme und den verschiedenen Leuchtmitteln die seit 1861 (so lange gibt´s den schon) benutzt und immer wieder ausgetauscht wurden. Leider nicht auf Deutsch.

Die breite Mauer, die die Straße von den Klippen abgrenzt, läd ein, sich darauf zu setzten und vielleicht ein kleines Picknick mit Aussicht aufs blaue Meer zu veranstalten, bevor man sich wieder auf den Rückweg macht.

Text: Nadja von der Hocht
Fotos: Wolfgang von der Hocht

Radsport auf Mallorca

Den Startschuß für die Radsaison auf Mallorca geben die Mandelbäume. Sobald sich die knorrigen Äste mit weißen und zart rosafarbenen Blüten schmücken, ist die kalte Jahreszeit so gut wie vorbei, es wird wärmer und die Radverleiher öffnen noch vor den meisten Hotels ihre Pforten.
Die abwechslungsreiche Landschaft bietet dem ambitionierten Cyclisten eine Vielfalt an Schwierigkeitsgraden und grandiosen Aussichten. Sollte man sich auf eine der steilen und kurvigen Bergstrecken wagen, die sich durch die Serra de Tramuntana schlängeln oder sich doch lieber für eine Tour durch die hügelige Serra de Llevant oder die flacheren Regionen in der Inselmitte entscheiden, kann man bei einem der vielen Radverleiher das passende Rad ausleihen. Vom Rennrad bis zum Mountainbike ist fast jedes Modell zu haben. Bevor es losgeht, empfiehlt es sich, sich mit genügend Kartenmaterial auszustatten, um nicht doch, trotz der recht gut ausgewiesenen Radwege, die Orientierung zu verlieren. Eine Alternative dazu wäre, sich einer geführten Radtour anzuschließen, denn die Tourguides kennen die schönsten Aussichtspunkte und lotsen einen auch mal an weniger bekannte Orte.

Reiten auf Mallorca

Auf Mallorca gibt es über die ganze Insel verteilt eine Vielzahl an größeren und auch kleineren Reitställen, in denen man sich für ein bis zwei Stunden zu einem Ausritt durch Mallorcas malerische Natur anmelden kann. Egal ob guter Reiter oder auch Nicht-Reiter, die Pferde tragen auch ungeübte Pferdefreunde über die manchmal recht anspruchsvollen Pfade.
Manche Ställe bieten auch Tagesausritte, Mondscheinritte oder „Paella-Ritte“ an. Nach dem Reitausflug sitzt man dann noch gemütlich bei einer selbstgemachten Paella zusammen und erzählt von seinen Reiterfahrungen.
Die Reitpferde sind meist eine bunte Mischung aus Trabern, Spanischen Pferden, Quarter Horses, Arabern und Appaloosern. Das ein oder andere Pferd ist sogar von allem ein bißchen…
Je nachdem wo sich der Stall befindet, so unterschiedlich sind auch die Reitwege. Manche führen über felsige Pfade direkt an der Küste entlang, andere schlängeln sich durch schattige Pinienwälder in denen man wilde Ziegen aufscheucht, dem Vogelgezwitscher lauschen kann und schon mal die ein oder andere Landschildkröte aufstöbert. Die Strände sind in den Sommermonaten leider meist tabu, bis auf die Ställe, die praktischerweise selbst ein Stück Land am Strand besitzen, über den man dann natürlich jederzeit reiten kann. Doch egal wo es lang geht, ob ein oder zwei Stunden oder den ganzen Tag, die Zeit mit den Pferden geht immer viel zu schnell vorbei. Am Ende des Urlaubs gehört der Ausritt zu den schönsten Erinnerungen, die man sobald wie möglich nochmal erleben will.

Hier eine kleine Liste:

Finca caballo blanco – Porreres
Rancho Mallorca – Colonia Sant Jordi
Finca Libertad Mallorca – Campos
Finca Hipica Formentor – La Puebla
Rancho Bonanza – Cala Ratjada
Eddies Reitstall – Cala Ratjada
Son Menut Club d’Equitació – Felanitx
El Hogar del Caballo S.L. – Llucmajor
Rancho Veracruz Lucky Horse Farm – Llucmajor
Sant Jordi Club Hipico Ca’n Conet – Palma
Finca Son Sureda – Manacor

Golfen auf Mallorca

Auf Mallorca hat der Golfliebhaber die Wahl zwischen über zwanzig paradiesischen Golfplätzen. Für jeden Golf-Geschmack, egal ob Anfänger, Fortgeschritten oder Profi ist auf der Insel der passende Platz zu finden. Das gepflegte Grün ist eingebettet in atemberaubender und ursprünglicher Natur. Man flaniert je nach Platz an Olivenbäumen, Johannesbrotbäumen, Pinien und Zypressen vorbei und auch der älteste Olivenbaum Mallorcas steht auf einem Golfplatz. Bei trickreichen und spannenden Spielen wird man vom Gesang der Vögel begleitet. Raffiniert angelegte Anlagen mit Bunkern und Wasserhindernissen sorgen für ein spektakuläres Spiel. Selbst der spanische König nebst Gefolge sowie der ein oder andere „Inselpromi“ genießt auf einem der Plätze gerne das Golferlebnis zwischen Natur und Spiel. So wie die Ansprüche an das Grün variieren auch die Schwierigkeitsgrade und die Preise. Aber eines haben alle Golfplätze gemeinsam: nach einem ereignisreichen Spiel kann man sich im dazugehörigen stilvollen Clubhaus bei angenehmen Ambiente und ausgesuchten spanischen Speisen entspannen und den Tag Revue passieren lassen.

Süd-Osten:

Umgebung Palma:

Süd Westen:

Norden:

Nord Osten:

Bootsverleih auf Mallorca

Auf der Insel findet man nahezu in jedem Hafen Bootsverleiher, die vom kleinen Motorboot, daß man auch ohne Bootsführerschein oder Kapitänspatent steuern darf, bis zur hochseetauglichen Luxus -Yacht inklusive Skipper, die verschiedensten Modelle zur Auswahl haben.
Man kann sich ein Boot für ein paar Stunden oder den ganzen Tag mieten, auf einem der größeren Glasboden-Boote eine Tour buchen, um Delfine zu beobachten, wenn man Glück hat oder den Tag bei lauter Musik mit Badepause, Getränken und Buffet auf einem der Partyboote verbringen. Am besten erkundigt man sich direkt am nächstgelegenen Hafen, was die Verleiher so im Angebot haben.

Burg von Capdepera

Die Gegend um Capdepera wird von einem großen Hügel dominiert, auf der ein uraltes Gemäuer steht: die Burg von Capdepera. Die ältesten Gebäude stammen noch aus dem 11. Jahrhundert und sie wurde über die Jahrhunderte immer weiter aus- und umgebaut.
Während unseres ersten gemeinsamen Urlaubs auf der Insel, sind wir immer wieder an diesen hoch in den mallorquinischen Himmel ragenden Zinnen vorbeigefahren und irgendwann hab ich es nicht mehr ausgehalten. Ich musste mir unbedingt diese alte Burg ansehen. Wenn man unten am Fuß des Hügels bzw. Berges steht kann man nicht viel erkennen, schon gar nicht was sich hinter den Mauern verbirgt. Die Neugier war geweckt und bei herrlichstem Oktoberwetter wurde der Plan „altes Gemäuer besichtigen“ in die Tat umgesetzt. Zuerst mußte ein Parkplatz für unser quietsch-gelbes Mietauto gefunden werden, was gar nicht so leicht war, denn nirgends waren offizielle Parkplätze ausgeschildert (Ha, Ha, guter Witz!) Man parkt einfach wo Platz ist. In einer kleinen Seitenstraße kam unser Wagen zum stehen und wir machten uns zu Fuß daran den ziemlich steilen und eng bebauten Berg zu erklimmen. Wir gingen durch mehrere sehr enge Gässchen und fanden sogar ab und zu ein Schild, das auf die Burg verwies. Endlich hatten wir es geschafft und standen vor dem offensichtlich frisch renovierten Haupteingang.

Der Eintritt kostete pro Person 2,00 Euro und dann durften wir nach Herzenslust auf dem Gelände herumstromern, klettern und entdecken. Es gab keine Wärter, die einem den Spaß vermiesten, allerdings auch keine Sicherheitsmaßnahmen beim balancieren auf den schmalen Simsen der Zinnen.
Gleich beim Eingang wurden die Reste des alten Burgtores ausgestellt, das schon vielen Erstürmungsversuchen getrotzt hatte.

Man konnte einmal um das ganze Gelände auf dem schmalen Weg an den Zinnen herumlaufen und dabei nach allen Richtungen die tolle Aussicht genießen. Das Wetter war sogar so klar, daß man am Horizont die Nachbarinsel Menorca erkennen konnte.

Der Innenhof ist mit Bäumen, Büschen, Palmen und Kakteen bewachsen und es stehen nur noch wenige Wirtschaftsgebäude.

Garten im Innenhof
Garten im Innenhof

In einem kleinen Haus ist ein Museum für Palmflechtarbeiten untergebracht, vor dem sogar einige ältere Damen in historischer Tracht saßen und solche Arbeiten anfertigten.
Vor einer dunklen Kammer stand ein in eine mittelprächtige Imitation eines Mittelaltergewandes gehülltes, junges Mädchen und ich war neugierig zu sehen, wovor sie denn da Wache stand. Ich spähte in den dunklen Raum und erkannte jede Menge scheinbar ausgestopfte Vögel. Als sich meine Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatten, erkannte ich, daß die Piepmätze alle noch atmeten, sich aufplusterten und mit den Augen rollten. Jedenfalls die Nachteulen unter ihnen.

Am anderen Ende des Geländes steht noch eine kleine Kirche, die sogar noch genutzt wird. Als wir einen vorsichtigen Blick ins Innere werfen wollten, merkten wir, daß gerade für ein Konzert geprobt wurde, das kurze Zeit später begann und für das die ersten Gäste bereits eintrafen.
Wir knipsten noch schnell ein paar Fotos und machten uns dann auf den Rückweg zum Auto; begleitet von den ersten Tönen der traditionellen Band, die auf dem Weg nach unten immer leiser wurden.

Wer gerne in alten Gemäuern rumstromert, ungehindert auf fast tausend Jahre alten Wehrmauern kraxeln möchte und sich ein bißchen für Geschichte interessiert, dem kann ich die Burg von Capdepera wärmstens empfehlen. Mit Kindern muß man vorsichtig sein, weil es viele Stellen gibt, wo man runterfallen kann, also am besten irgendwo anbinden …
Aber mit den zwei Euro Eintritt unterstützt man die Erhaltung des Kulturgutes und das ist es auf jeden Fall wert.

Text: Nadja von der Hocht
Fotos: Wolfgang von der Hocht